Argumentarium

Weniger Regionales, steigende Preise und Denkverbote


2 x NEIN zu den extremen Agrar-Initiativen


Zurzeit werden zwei Volksinitiativen gegen den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln diskutiert. Bundesrat und Nationalrat lehnen beide Initiativen ohne Gegenvorschlag klar ab. Ein vollständiger Verzicht auf Pflanzenschutzmittel ist heute gemäss Bundesrat weder in der integrierten noch in der biologischen Produktion möglich. Der Bund setzt daher als Alternative auf den Aktionsplan Pflanzenschutz mit verbindlichen Reduktionszielen und auf eine schrittweise Risikoreduktion beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Rahmen der Agrarpolitik ab 2022 (AP 22+).

Der Aktionsplan will die Risiken halbieren, und es sollen Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz gefördert werden. Obwohl der Aktionsplan erst vor anderthalb Jahren verabschiedet wurde, wurden gemäss dem federführenden Bundesamt für Landwirtschaft von den 51 konkreten Massnahmen bereits 13 umgesetzt. Bei 34 Massnahmen laufen die Vorbereitungsarbeiten.


Im Rahmen der Agrarpolitik ab 2022 ist ein zusätzliches Massnahmenpaket vorgesehen. Neu soll nur noch Direktzahlungen erhalten, wer auf Pflanzenschutzmittel mit erhöhtem Umweltrisiko verzichtet. Gegen die beiden Initiativen wehren sich die Landwirtschaft, die Wirtschaft, die Forscher, die Gärtner und Landschaftspfleger sowie Konsumentinnen und Konsumenten.

2 x NEIN zu den extremen Agrar-Initiativen
Bund und Produzenten tun schon heute viel, um Umwelt, Wasserqualität und Mensch zu schützen. Die Initiativen sind zu extrem und haben gravierende Auswirkungen: Sie schwächen die landwirtschaftliche Produktion und Verarbeitung in der Schweiz. Die Preise regionaler Produkte steigen, die Qualität sinkt und Innovationen werden blockiert.

Die Konsequenzen der extremen Agrar-Initiativen:

• NEIN zu weniger regionalen Produkten
Schweizer Produkte werden durch Importe oder Einkaufstourismus ersetzt. Die Abhängigkeit vom Ausland steigt. Das gefährdet die regionale Produktion und damit die Existenz vieler einheimischer landwirtschaftlicher Betriebe. Die Qualität und die Sicherheit der landwirtschaftlichen Produkte leiden. Sowohl die konventionelle als auch die biologische Produktion ist betroffen.

• NEIN zu steigenden Preisen
Die Verknappung des regionalen Angebots treibt die Preise für regionale Produkte in die Höhe. KMU, Mittelstand und sozial benachteiligte Personen bekommen die Preissteigerungen besonders zu spüren. Die sinkende Qualität regionaler Produkte fördert den Food Waste. Die Einschränkung von landwirtschaftlich genutzten Desinfektions- und Reinigungsmittel in Produktion und Verarbeitung gefährdet die Lebensmittelsicherheit.

• NEIN zu Denkverboten
Die Initiativen schränken die Forschung ein. Verbote behindern Innovation im Pflanzenschutz. Wege zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft werden blockiert. Die Schweiz als Forschungs- und Innovationsstandort wird geschwächt. 

Wichtige Links

Hier finden Sie weitere Informationen zu den beiden Initiativen. 

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