Obstbäume sind gut fürs Klima

Medienmittteilung Thurgauer Obstverband vom 2. April 2020

Im Jahr 2019 haben die Thurgauer Obstproduzenten über 100'000 Obstbäume gepflanzt und in diesem Jahr ähnlich viele. Diese tragen einerseits schon sehr bald feine Früchte und andererseits sorgen sie für saubere Luft sowie eine schöne Landschaft.

«Nur wer sät, der kann ernten» - in diesen Tagen sind zahlreiche Bauern wieder auf ihren Feldern unterwegs, um regionale Nahrungsmittel zu produzieren. Auch die Obstbauern treibt es in diesen Tagen um. Ihre Investition ist eher langfristiger Art. Sie pflanzen um dann frühstens in zwei Jahren zu ernten. Im Jahr 2019 waren es gemäss Statistik vom Bundesamt für Landwirtschaft im Thurgau knapp 100'000 Obstbäume in Anlagen, darunter fallen Apfel- und Birnenbäume, aber auch Zwetschgen und Kirschen sowie Kiwis und Aprikosen.

Wer Bäume pflanzen will, der muss vorrausschauen können. «Wir bevorzugen natürlich Sorten, die wir später am Markt auch verkaufen können», sagt Stefan Anderes, Obstbauer aus Egnach. Welche dies sind, das ist manchmal nicht einfach zu sagen. Ebenfalls muss ein Obstbauer mit der Natur arbeiten können, denn gerade die vergangenen eiskalten Nächte sorgten für Mehrarbeit. Sollten sie Bäume aufgrund des Frostschadens nicht viele Früchte tragen, so sie sorgen trotzdem für eine saubere Luft. Denn die Obstbäume binden den Kohlestoff und geben den Sauerstoff wieder ab.

Und was wäre der Frühling im Thurgau ohne Obstbäume? Sie kleiden den Kanton in ein weisses Blütenkleid, was den Touristen und Einheimischen so manches «ahh und ohh» entlockt. Wie wichtig der Blütenzauber für den Tourismus ist, bestätigt Madame Bluescht, die ab Mitte April über das Geschehen auf den Bäumen per Telefon Auskunft gibt. Aber auch die vielen Bienen, Insekten sowie kleine und grösseren Tiere fühlen sich magisch angezogen von den Obstbäumen, egal zu welcher Jahreszeit. Somit leisten die Obstbauern auch einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. «Deshalb ist es nicht nur für uns wichtig, dass die Konsumenten regionales Obst kaufen sondern auch für unsere Umwelt,» erklärt Anderes.

Gedankenspielerei:

Die Totalfläche an Kern- und Steinobst im Thurgau entspricht ca. 1'512 Hektaren. Es gibt Berechnungen, die besagen das ein Baum in 15 Jahr 55 Tonnen CO2 bindet. Dies entspricht ca. 3.67t CO2 pro Jahr und Hektare.

Nimmt man die 1’512 Hektaren und multipliziert diese mit 3.67 t CO2 ergibt dies 5'549 Tonnen CO2 pro Jahr.

In der Schweiz lag im Jahr 2017 und vor Covid-19 der CO2 Ausstoss pro Kopf bei 4.39 Tonnen pro Jahr. Somit kompensieren die Kern- und Steinobstbäume im Thurgau den CO2 Ausstoss von ca. 1'200 Thurgauerinnen und Thurgauer pro Jahr. Das ist doch schon mal was.

 

Archiv:

02.04.19 Obstbäume für die Gesundheit, das Klima und den Tourismus (pdf)

19.08.18 Zwetschgen-Saison ist eröffnet (pdf)

13.06.18 Frische Kirschen für den Grossverteiler (pdf)

07.05.18 Netz zum Schutz (pdf)

04.04.18 Obstbauern auf Instagram (pdf)

Kontaktperson:

Stefan Anderes
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